Samstag, September 09, 2006

365 Tage. 47 Chromosomen.

Ein Eis mit Harald Schmidt ...

... ist schon was ganz Besonderes. So wie unser 46PLUS-Fotokalender, der jetzt fertig ist. Kinder mit Down-Syndrom stehen mitten im Leben und haben Spaß daran. Wer das noch nicht wusste, der gewinnt diese Erkenntnis spätestens beim Betrachten dieses Kalenders. Porträtiert werden 14 Mädchen und Jungen mit Down-Syndrom – die Jüngste davon gerade einmal zwei Jahre alt – zusammen mit Prominenten in und aus Baden-Württemberg.

Die Shootings haben allen eine Menge Spaß gemacht, waren aber manchmal auch eine ganz schöne Herausforderung. Meistens hatten wir gerade mal eine halbe Stunde zur Verfügung.

Bei Harald Schmidt waren es sogar nur 15 Minuten. Das lag aber in diesem Fall nicht am Prominenten, sondern an Jakob (7 Jahre). Hier suchen sich die beiden gerade das größte Eis auf der Karte aus .... tja, und dann war der offizielle Teil der Fotosession gelaufen. Denn Jakob hatte nur noch Augen für sein Eis und nicht mehr für die Kamera. Egal, so haben wir alle gemütlich Kaffee getrunken und uns mit dem Entertainer über Gott und die Welt und natürlich das Down-Syndrom unterhalten.

Das erste Shooting fand mit Walter Sittler und Tim (7 Jahre) statt. Tagelang hatten wir uns ein tolles Konzept für die Foto-Session überlegt. Mindestens eine Woche vorher habe ich vor lauter Aufregung kein Auge zugedrückt. Und als es dann soweit war, wollte Tim den Arztkittel einfach nicht anziehen, geschweige denn, sich überhaupt erst neben den knapp zwei-Meter-großen Schauspieler setzen. Mama Maren und Walter Sittler haben sich alles Mögliche einfallen lassen, um Tim zu überreden.

Es schien alles nichts zu nützen ... Ich hatte das Projekt schon abgehakt und überlegt, wie peinlich es ist und wer schon alles von unserem Mammutprojekt wusste ..... Doch kaum hatte ich die Kamera aus der Hand gelegt, kamen sich die beiden beim Verabschieden doch noch näher ... und es wurde noch richtig lustig. Das Bild ist zwar nicht - wie geplant - im Arztkittel auf der Treppe entstanden .... aber so spontan auf dem Fußboden ist es doch sowieso viel witziger :-)


Von nun an haben wir uns keine Konzepte mehr überlegt, sondern einfach alles auf uns zukommen lassen. Hauptsache unsere Kinder waren gut gelaunt und hatten ihren Spaß. Und den hatten sie in der Tat!

Stolz sind wir nicht nur, dass sich die Promis sofort für unser Projekt begeistert hatten, sondern auch sieben Studenten der Kunstakademie, die unter der Leitung von Prof. Uli Cluss dem Kalender noch eine ganz besondere Note verliehen haben.


(Kalenderblatt Januar 2007)
Wer hat schon mal die Gelegenheit, mit Jason Reilly, dem Ersten Solisten des Stuttgarter Balletts, zu Dornröschen zu tanzen? Sophie (11 Jahre) war so begeistert, dass sie ihn anschließend spontan zum Grillen eingeladen hat. Wer würde sich das von uns schon getrauen? :-)

So, und wer nun Lust auf den Kalender bekommen hat, bestellt ihn sich am besten gleich, denn wir haben nur eine limitierte Auflage drucken lassen. Näheres zum Bestellen findet Ihr ***HIER***.

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